2025 KW 47
Rezension zu Die Holländerinnen
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Habe das Buch wie angekündigt Sonntagnacht noch beendet und bin Fan. Es kommt selten vor, aber das ist ein Buch, das ich definitiv ein zweites Mal lesen werde. Hier eine Rezension (Achtung, sie nimmt Teile des Inhalts vorweg).
Mich fuchst bei solchen Büchern ja immer die Menge an Querverweisen, die mir teilweise nicht bekannt sind und dadurch verborgen bleiben1. Manchmal wünschte ich, ich hätte Germanistik studiert. Oder es gäbe sowas wie genius.com für Bücher.
Grim104 - Nie so cool
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Grim104 hat einen neuen Track rausgebracht, in dem er sein schwieriges Verhältnis zu seiner Heimat zum Thema macht.
Und weil er wohl auf Konfrontationstherapie steht, hat er den Track erstmal direkt auf seiner lokalen Dorfkirmes performt, mit dem zu erwartenden Ergebnis.
Unangenehmes Video.
Wie KI-Bücher Amazon KDP überfluten und den Buchmarkt verändern – BuchMarkt
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Also, nicht, dass ich jetzt jemals besonders auf Amazons Direkt Publishing Bücher abgefahren wäre, aber das ist natürlich bitter für Menschen, die dort gerne Nischenerotica (oder gab es da noch was anderes?) veröffentlicht haben.
Es wird ja auch zu allen möglichen und unmöglichen Themen der Vergleich mit Orwells 1984 gezogen, vor allem von Menschen, die das Buch eher nicht gelesen haben, aber an dieser Stelle sei dann doch darauf verwiesen, dass in Orwells Dystopie das Schreiben von Büchern und Theaterstücken für das Proletariat die Aufgabe einer Maschine war.
Tja. Da stehen wir nun.
Und sonst so?
- Der ßpace wurde 10 Jahre alt, und zur Feier habe ich mal unseren dißplaybot geupdated. Eine halbe Stunde vibecoden hat mir gegeben, was ich etwa drei Jahre aufgeschoben habe. Man kann dem Ding jetzt Gifs schicken, und die werden auf unser ß gestreamt. Demo.
Insgesamt war das eine ziemlich, ziemlich schöne Party. Kultur, Wachstum, Selbsterfahrung und coole Scheiße braucht Freiräume, der ßpace bietet in Karlsruhe genau das, wenn man sich traut, eine Mail zu schreiben! Schaut doch mal rein: die Anstoß e.V. oder abonniert den Newsletter (den ich übrigens schreibe!). - Klettern gewesen, sieht so aus, als würde ich das jetzt mal wieder für ein paar Monate machen, nur um dann ohne Grund damit aufzuhören und auf das Niveau eines Anfängers zurückzufallen.
- An Bridle weiter rumgelesen, tatsächlich aber auch nochmal kapitelweise Die Holländerinnen wiederholt. Uneingeschränkte Kaufempfehlung, wird dieses Jahr sicherlich ein paarmal unterm Weihnachtsbaum liegen.
- Musikalisch erstmal Grim104 wieder aufleben lassen und festgestellt, dass da seit Imperium noch ein ganzes weiteres Album stattgefunden hat: Ende der Nacht ist seit 2023 draußen und auch sehr dope. Sterne ist heftig und sollte man sich mal anhören, oder auch das Video anschauen. Beklemmend. Und wenn man sich schon immer mal gefragt hat, wie es sich wohl anfühlt, totgeschlagen zu werden: Auch das hat Grim vertont, auf Das Grauen, das Grauen (… Zufälle gibt es) mit Abel'19. Ingesamt kann man sich mal mit seinem Œuvre auseinandersetzen. Ich überlege noch, zu welchem Tourdatum ich nächstes Jahr gehe, also falls sich jemand motiviert fühlt… holla at me.
- Irgendwie wurde auch mal wieder viel Haiyti gehört, hier auch eher die alten Sachen. Was hast du damit zu tun? war regelmäßiger Ohrwurm diese Woche. Und Sweet ist eh ne Hymne.
- Der restliche Zustand der Welt ist gerade eher Nebenschauplatz. Man könnte natürlich irgendwelche News über diesen Vogel in den USA verlinken, oder über eine dringend notwendige Rentenreform, oder über die Chatkontrolle, die einfach immer wieder und wieder aufgelegt wird, aber dazu habe ich aktuell keine Kapazität. November ist für Tee und cozyness.
Musste bei “Der Horror, der Horror” im Text auch direkt an Apocalypse Now denken, nur um dann zu lernen, dass das ja aus Heart of Darkness kommt, was damit auf meiner Leseliste gelandet ist. Ich frage mich, wie oft ich eigentlich nur das Zitat eines Zitats als Quelle kenne und nicht den eigentlichen Ursprung. Der Horror, der Horror, ich sag’s dir. ↩︎