2026 KW 03
Network of Scottish X accounts go dark amid Iran blackout | The Herald
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What’s in Thai Names
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Ich browse ja immer mal wieder über die Bear Blog Discover Liste, und da habe ich diesen interessanten Beitrag über Namen in Thailand gefunden. Ich wusste nicht, dass man in Thailand seinen Namen quasi jederzeit, einfach so ändern kann. Spannend.
‘ELITE’: The Palantir App ICE Uses to Find Neighborhoods to Raid
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Ian’s Is Still The Best Site For Tying Your Shoelaces
Ian’s Shoelace Site is from a different time on the internet, when people simply made websites that they were passionate about.
“Have you ever wondered,” Ian asked, “why websites like mine are disappearing from the Internet?”
He has his theories. The Shoelace Site is kept alive via fairly unobtrusive ads, but he says the rise of ad blockers has made that income precarious.
Ians Website ist extrem informativ. Ich weiß noch, wie ich dort vor etwa 20 Jahren die coolsten Methoden, Chucks zu schnüren, gefunden habe. Mittlerweile hat er sogar eine ziemlich clevere Art und Weise zur Illustration seiner Schnürtechniken gefunden.
Jetzt fallen Horden von Crawlern über die Seite einher und klauen seine Inhalte.
STFU
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Eine Webapp, die Geräusche in der Umgebung mit 2 Sekunden Verzögerung abspielt. Damit lassen sich beispielweise Boomer in Arztwartezimmern, die Reels auf voller Lautstärke ballern, ruhigstellen.
Neuroexploitation by Design
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Ein Talk über die neuropsychologischen Tricks der Glücksspielindustrie.
Die Zahl an Glücksspielsüchtigen in Deutschland, immerhin etwas über 2 Millionen, hat mich schwer überrascht. Widerliche Industrie. Widerlich, wer dort mitarbeitet. Macht doch lieber Waffen, da muss man wenigstens nix von “Verantwortungsvollem Konsum” erzählen.
The Dilbert Afterlife - by Scott Alexander
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Wer schon einmal in einer IT Bude war, kennt die Dilbert Strips von Kühlschränken und schwarzen Brettern. Der Zeichner von Dilbert, Scott Adams, hat in den letzten Jahren stark für MAGA Stimmung gemacht. Scott Alexander, der Typ vom Slate Star Codex, schreibt hier eine Art Nachruf? Naja, er analysiert, warum Dilbert-jokes einen gewissen Menschentypen ansprechen, warum die Welt normalerweise nicht so einfach ist, wie in den Strips dargestellt und wie ursprünglichen Wortsinne tragisch es sein kann, wenn man sich immer für den cleversten im Raum hält.
We’re all inmates in prisons of different names. Most of us accept it and get on with our lives. Adams couldn’t stop rattling the bars.
No knives, only cook knives
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Eine unterhaltsame Vignette über diese Menschen, die zu einer gottlosen Zeit auf Flohmärkten nach Dingen von Wert suchen, in diesem Fall Messer.
Podcasting Could Use a Good Asteroid
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Jeder hat so einen im erweiterten Freundeskreis, der meinte, er muss einen Podcast starten.
Zum Glück habe ich nur diesen Blog gestartet, sonst wäre das jetzt echt peinlich.
Und sonst so?
Ich bin gefühlt seit vier Wochen erkältet. Da muss sich jetzt mal was dran ändern.
Am Wochenende bei einer guten Ausstellung mit historischen Fotografien aus Karlsruhe im Stadtmuseum gewesen, die ich wärmstens ans Herz legen kann. Läuft noch bis zum 1. Februar. [Link]
Hvite Niggere seit einer Weile beendet, das war ein ziemlich witzig bis rührendes Buch. Mir hat der Kniff gefallen, dass man zuerst die Menschen in den Umständen kennenlernt, in denen sie sich nach Jahren der Ausschweifungen wiederfinden, um sie dann später besser zu verstehen und auch Sympathien für sie zu entwickeln.
Ich drücke mich weiter vor Kämpfen, irgendwie gerade nicht so viel Bock auf einen Riesenschinken, also habe ich mir Satanstango vom aktuellen Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai geschnappt. Die Sätze ziehen sich bandwurmartig wie bei Kohlhaas, bei dem ich mich damals in der Schule standhaft geweigert hatte, ihn zu lesen. Die Stimmung ist ziemlich düster, die Beschreibungen der Menschen in dieser Einöde schon eher karrikaturenhaft. Macht mittelmäßig Spaß zu lesen - man muss wach genug dafür sein. Hier ein Beispielsatz, der mir gut gefallen hat:
Es wäre zu leicht gewesen, hätte er die unerwartete Reglosigkeit als eine gemach kundgetane Einladung zur Versöhnung interpretiert; eher entnahm er dem jetzt ihm zugewandten toten Blick eine ungewisse Drohung, doch vergebens durchforschte er sein Gedächtnis, er hatte nichts getan, wo für er in dieser Minute zur Verantwortung gezogen werden könnte, zumal er sich in den schweren Stunden, wenn er, ein leidender Mensch, in die befreienden Tiefen der Selbstschmähung vordrang, eingestand, daß seine gewichtslos dahingleitenden zweiundfünfzig Jahre im ränkevollen Ringen der großen Schicksale und großen Lebensbahnen so bedeutungslos waren wie Zigarettenrauch in einem brennenden Haus.
Mal sehen, wo das noch hinführt.
Misstrauensgemeinschaften für den Buchclub begonnen, bisher wenig überraschendes.
Musikalisch gerade eher rockig unterwegs. Die Sterne habe ich früher noch nie gehört, aber laut meiner Partnerin haben sie “ihr bestes Album seit Jahren” veröffentlicht. Direkt gecatcht wurde ich von Open Water, was eine eindrucksvolle Schilderung eines Beziehungstraumas ist. Aber auch der Rest des Albums kann sich sehen lassen.